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Schloss Ringenberg ist ein Atelier- und Ausstellungszentrum und liegt am Niederrhein, an der A3 zwischen dem Rhein-Ruhr-Ballungsgebiet und den südöstlichen Niederlanden.
Das Schloss beherbergt zehn Wohnateliers für bildende KünstlerInnen und 320 qm Ausstellungsfläche.
 
Die Ateliers werden pro Jahr von vier deutschen Jahres- und vier niederländischen Halbjahresstipendiaten sowie von drei Künstlern als festen Mietern genutzt.
 
Der Schwerpunkt des Veranstaltungsprogramms liegt im Bereich zeitgenössischer Kunst. Neben internen Aktivitäten, wie Workshops, Arbeitstreffen oder Symposien gibt es ein breitgefächertes Vermittlungsprogramm und visuell erlebbares Angebot für die Öffentlichkeit. Zudem besteht ein intensiver Austausch mit den Ausstellungsinstitutionen und Kulturinitiativen der Region. Seit 2000 wird vor allem der Kontakt zu den niederländischen Nachbarn intensiviert.
 
Trägerin des Atelierzentrums und damit verantwortlich für Programm und Verwaltung ist die Derik-Baegert-Gesellschaft. Als eingetragener Verein zählt sie ca. 100 Mitglieder. Die Verantwortung trägt ein ehrenamtlich tätiger Vorstand. Der Mitgliedsbeitrag beträgt mindestens 40,- Euro pro Jahr.
Darüber hinaus unterstützt ein Förderkreis die Arbeit der Gesellschaft nachhaltig mit höheren Mitgliedsbeiträgen. Den Förderkreismitgliedern stehen zusätzliche Möglichkeiten im Kontakt mit den Künstlern und in der Nutzung des Schlosses offen.
 
Vorstandsvorsitzender der Derik-Baegert-Gesellschaft ist Christof Schmidt-Rotthauwe, gen. Löns. Die Künstlerische Leitung obliegt seit 2000 Dr. Gudrun Bott.
 
 
Der enge Kontakt zu den Niederlanden findet sich bereits in der Schlossgeschichte seit dem ausgehenden Mittelalter.
 

Um 1223 bauten die Herren von Dingden im sumpfigen Gelände des Isselbruchs an der Grenze zwischen den Gebieten des Bischofs von Münster und des Herzogs von Kleve ein festes Burghaus. 1329 warben sie   vier Niederländer als Fachleute für Trockenlegung an, die mit ihren Familien nach Ringenberg übersiedelten. Die Kolonisten legten Gräben und Wälle an, die noch heute die Struktur des Dorfes bestimmen. Als Gegenleistung für ihre Arbeit erhielten sie Land sowie eine eigene Gerichtsbarkeit und Verwaltung.

1350 - 1620 war Ringenberg Amtsburg des Herzogtums Kleve.
 
1629 - während des Dreißigjährigen Krieges - wurde die Burg von den Niederländern vollständig zerstört.
 
1648 erhielt der niederländische Oberst Jacob von Spaen für seine Verdienste Ringenberg als Mannslehen. Zusammen mit seinen Brüdern Alexander und Bernhard I. baute er auf den Resten der alten Wehrburg das heutige Schloss im schlichten Barockstil wieder auf. 
 
Das Schloss wechselte mehrfach den Besitzer, bis es 1924 die Familie von Plettenberg kaufte.
 
1968 gründete der Galerist Bodo Bratke die Derik-Baegert-Gesellschaft mit dem Ziel, im Nordflügel des Schlosses ein Atelierzentrum für junge KünstlerInnen zu unterhalten. Als Namenspatron wählte Bratke mit dem Weseler Maler Derik Baegert (1440-1515) einen der renomiertesten Vertreter spätgotischer Kunst der Region.
 
1979 wurde das Atelierzentrum eröffnet. 
 
1987 fasste der Rat der damaligen Gemeinde Hamminkeln den Beschluss, das Schloss zu erwerben und zu renovieren.  

1995 konnte die Derik-Baegert-Gesellschaft nach Abschluss der Sanierungen zusätzlich den Südflügel sowie Teile des Mittelbaus übernehmen

Historie Schloss Ringenberg (pdf)

(english version)


Satzung Derik-Baegert-Gesellschaft
Aufnahmeantrag Derik-Baegert-Gesellschaft
Mitgliedschaft Förderkreis Schloss Ringenberg