Kopfgrafik Konzept

followup
Januar 2013 bis Dezember 2015
 

Kernaspekt des deutsch-niederländischen Kulturprojekts followup ist die Förderung junger deutscher und niederländischer Künstler wie Kuratoren am Projektstandort Schloss Ringenberg.

Die Leitlinien des Projekts sind: Mentoring & Reflexion, Praxiserfahrung, Networking, Grenzüberschreitung, Kooperation, Kulturerlebnis, Kulturvermittlung.

Projektpartner sind: Kunsthalle Düsseldorf | Kunsthalle Münster | Museum für Gegenwartskunst Siegen | Museum Arnhem | Bonnefanten Museum Maastricht | Stedelijk Museum Bureau Amsterdam (SMBA)

followup besteht aus fünf ineinandergreifenden Programmbausteinen, die exemplarisch das Potential aktueller kultureller Praxis am Projektstandort Schloss Ringenberg miteinander verknüpfen:

I.   individuelle Künstlerförderung (Stipendiaten/Alumni):  Künstler mit NRW Bezug |Künstler von ArtEZ  
II.  individuelle Kuratorenförderung: Kuratoren aus den Niederlanden und mit NRW Bezug
III. Ausstellungsprogramme: an den Orten d/nl Projektpartner | Schloss Ringenberg
IV. Publikation zum Projektabschluss
V.  Vermittlungsprogramme (Künstler/Kuratoren): an den Orten d/nl Projektpartner | Schloss Ringenberg


Die individuelle Künstlerförderung des Landes NRW mit 4 Künstlerstipendiaten im Schloss Ringenberg pro Jahr wird fortgesetzt.
Zusätzlich leben und arbeiten pro Jahr 4 Künstlerstipendiaten aus den Niederlanden im Schloss Ringenberg - je 2 Künstler für je 6 Monate.
Die niederländischen Stipendiaten werden zeitnah nach ihrem Bachelor-Abschluss bei ArtEZ (Arnhem, Enschede, Zwolle) eingeladen.
In Kooperation mit ArtEZ dient ihr Aufenthalt zur praktischen Professionalisierung für den Master of Fine Art. Das Stipendium bietet ihnen beides: Übungsfeld zur Ausbildung und Vertiefung der eigenen Praxis sowie konkrete Schnittstelle mit Prozessen/Strukturen des Kunstsystems in Deutschland. Ideale Dialogpartner sind die NRW Stipendiaten. In der Regel liegt deren Studienabschluss länger zurück. Entsprechend verfügen sie über umfangreichere Ausstellungserfahrungen und Netzwerke. Einen Mehrwert liefert der Austausch mit den Kuratorenstipendiaten. Gemeinsame Exkursionen machen die niederländischen Stipendiaten vertraut mit Galerien und dem Kunstmarkt im Rheinland. Zur Mitte des Stipendiums präsentieren die niederländischen Künstler jeweils ihre aktuelle Arbeit im Atelier in einer intensiven dialogischen Plattformsituation, an der jeweils ein Lehrer des Dutch Art Institute (Masterstudiengang ArtEZ), ein Lehrer des vormaligen Bachelor-Studiums und die Mentoren von Schloss Ringenberg teilnehmen. Über das Stipendium hinaus bietet Schloss Ringenberg zudem eine weiterführende Förderung der niederländischen Stipendiaten an. 


followup bietet 12 jungen Kuratoren (6 mit NRW- und 6 mit NL Bezug) ein praxisorientiertes, programmgesteuertes Stipendium, im Sinne eines Reflexions- und Entwicklungsraumes für jeweils sechs Monaten, der beides beinhaltet:
a) die Profilierung des individuellen kuratorischen Anliegens in Auseinandersetzung mit junger zeitgenössischer Kunst sowie Übung in dessen Versprachlichung mittels Textproduktionen
b) die eigenverantwortliche Konzeption und Umsetzung von Ausstellungsprojekten

Eine d/nl Fachjury wählt nach öffentlicher Ausschreibung Kandidaten, die bereits eigene Erfahrungen im Bereich des Kuratierens vorweisen und eine starke Idee für ihr Arbeitsfeld entwickelt haben, deren Erprobung sie entgegensehen. Die Kuratorenstipendiaten leben und arbeiten für je 6 Monate im Schloss Ringenberg. Jeder Stipendiat erhält eine monatliche Zuwendung von 1.250 €. Davon ist die Warmmiete für je ein Studio im Schloss Ringenberg (exkl. Strom) zu zahlen. Die Budgets zur Realisierung der Kuratorenausstellungen und die Kosten für die Stipendiatenbetreuung stellt das Projekt followup.
Als d/nl Team entwickeln und realisieren die Teilnehmer die Projekte des Ausstellungsprogramms, verbunden mit einem Vermittlungsprogramm für das Publikum. Im Schloss Ringenberg beteiligt sich das jeweilige Kuratorenteam an der Realisierung eines Ausstellungsprojekts mit aktuellen oder ehemaligen Schloss Ringenberg Künstlerstipendiaten.
Die Kuratorenstipendiaten werden intensiv betreut und in ihren Projektkonzeptionen begleitet durch das Schloss Ringenberg Team.
Ein Schwerpunkt in diesem Zusammenhang werden Textübungen sein. Mittels Ausstellungsrezensionen, Pressetexten, Einladungen zu Exkursionen, Besucherprogrammen, Einführungsreden etc. ist es den Teilnehmern möglich, ihre sprachliche Auseinandersetzung mit der Kunst zu schärfen, die Darstellung ihrer kuratorischen Ideen, Absichten und Anliegen zu verfeinern und nicht zuletzt eine grundlegende Sicherheit zu erlangen, im Umgang mit Wort und Text. 


Das Ausstellungsprogramm umfasst je ein Projekt in den Häusern der followup Partnerinstitutionen (Kunsthalle Düsseldorf, Kunsthalle Münster, Museum für Gegenwartskunst Siegen, Museum voor Moderne Kunst Arnhem, Bonnefanten Museum Maastricht, SMBA Amsterdam) sowie sowie sechs Ausstellungen im Schloss Ringenberg (inkl. drei Stipendiatenausstellungen). Die Ausstellungen werden entwickelt und realisiert von den Teilnehmern des followup Programmbausteins II (individuelle Kuratorenförderung). Dabei kann es eine Vorgabe sein, sich mit dem jeweils spezifischen Profil der Projektpartner auseinanderzusetzen. Während der Projektrealisierung vor Ort ist der Kooperationspartner in die Betreuung eingebunden (Aufbau, Technik, Logistik, PR).

Zum Projektende wird Anfang 2016 ein Reader erscheinen, der basierend auf einer sukzessiven Materialsammmlung die Programmbausteine von followup (2013-2015) in ihrer Verzahnung dokumentiert und reflektiert.

Teil der followup Ausstelluingsprojekte ist je ein Vermittlungsprogramm für das Publikum unter dem Aspekt kultureller Bildung, in das die Künstler- und Kuratorenstipendiaten eingebunden sind. Herzstück sind dabei ein bis mehrtägige Schülerworkshops mit deutschen oder niederländischen Schulklassen. Die Schülerworkshops werden erdacht und umgesetzt von den NRW Schoss Ringenberg Alumni. Ausgehend von der individuellen Faszination für zeitgenössische Kunst und dem künstlerischen Werkansatz des jeweils verantwortlichen Künstlers zielen die Schulworkshops auf die erlebnisorientierte Simulation kultureller Praxis: kulturelle Produktionsprozesse durch das eigene Tun kreativ-spielerisch nachzuvollziehen und damit den Vorstellungsbildern eine äußere Gestalt zu geben.