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Juli 2005 - Juli 2008

<gap>war ein Euregio-Projekt mit deutsch-niederländischen Stipendien, einer Kuratorenplattform, Ausstellungsprojekten im Schloss Ringenberg und in den Partnerorganisationen beidseits der Grenze.

<gap> fokussierte die Lücke zwischen aktueller bildender Kunst und Publikum und machte den Zusammenhang von Kunstproduktion, -präsentation, -rezeption und -vermittlung zum Untersuchungsgegenstand. Mit <gap> wurden abseits didaktischer Vorgaben für einen Zeitraum von drei Jahren die binationalen Potentiale einer konzentrierten Zusammenarbeit von Kunstproduzenten und Kunstvermittlern an einem Ort gebündelt. Herzstück des Projekts war die Kuratorenplattform (Abb.) für deutsche und niederländische Kuratoren. Hier wurden die eigenen Erfahrungen, Ansätze und Erwartungen zur Diskussion gestellt und verhandelt. Zudem bot die Plattform Raum für geladene Gäste, über bestehende und erweiterte Ansätze im Kulturbetrieb zu referieren. Ziel der Plattform war, aus den gemeinsamen Überlegungen modellhafte Vermittlungsansätze und -verfahren für zeitgenössische Kunst zu entwickeln, die dann in Absprache mit den temporären Projektpartnern auf deutscher und niederländischer Seite umgesetzt und erprobt wurden.

Projektstandort war das Atelier- und Ausstellungszentrum Schloss Ringenberg am Niederrhein mit Trägerschaft durch die Derik-Baegert-Gesellschaft und die Stadt Hamminkeln. Feste Projektpartner waren die Kunstakademie Arnhem ArtEZ, das Museum voor Moderne Kunst Arnhem und das Museum het Valkhof in Nijmegen. Bei der Auswahl der temporären Projektpartner orientierte sich <gap> an der Route, die durch den CROSSART (Marketing-)Verbund etabliert wurde. Die <gap> Kuratorenprojekte wurden realisiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, mit dem Kurhaus Kleve, dem Museum Abteiberg Mönchengladbach, dem Kaiser Wilhem Museum Krefeld, dem Museum voor Moderne Kunst Arnhem, dem  Museum van Bommel van Dam Venlo, dem Kröller-Müller Museum Otterlo sowie mit dem Fashion Institute Arnhem.

<gap> Kuratoren waren _ Konstantin Adamopoulos (D), Regina Barunke (D), Frederiek Bennema (NL), Lilian Haberer (D), Sabrina Lindemann (NL), Holger Nickisch (NL), Carla Orthen (D), Bianca Visser (NL), Huib Haye van der Werf (NL)

Leitung und Organisation des Projekts:  Dr. Gudrun BottMarcus Lütkemeyer, Saskia Monshouwer.

(english)

 

Marcus Lütkemeyer (*1971) arbeitet seit 1998 freiberuflich als Kunsthistoriker, Kurator und Kunstkritiker. Neben der Veröffentlichung zahlreicher Texte und Vorträgen zur zeitgenössischen Kunst ist Marcus Lütkemeyer für diverse Ausstellungsprojekte verantwortlich, etwa "smax" (Enschede/Münster, 2001), "tropic" (Düsseldorf 2004) oder "heute hier, morgen dort ...." (Münster 2004/05). Zudem war Marcus Lütkemeyer Mitrealisator des deutsch-niederländischen Euregio- Kultur-Projektes TRANSISTOR( 2001-2004). 1998 bis 2006 war Marcus Lütkemeyer (mit-)verantwortlich für das Ausstellungsprogramm des Fördervereins Akutelle Kunst Münster.
Dr. Gudrun Bott (*1957) 1976-84 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Volkskunde, Pädagogik in Göttingen, München und Bochum 1984-98 Freie Kuratorin und Autorin im Bereich zeitgenössischer Kunst 1998-2000 Ausstellungskuratorin in Figura e.V. seit 2000 Künstlerische Leiterin der Derik-Baegert-Gesellschaft im Schloss Ringenberg ( Euregio-Projekt-Entwicklung, Ausstellungen, Publikationen, Stipendiatenbetreuung)
Saskia Monshouwer (*1962) studierte Anthropologie, Kunstgeschichte und Museumskunde an den Universitäten von Nijmegen und Amsterdam mit Schwerpunkt Zeitgenössische Kunst. Ab 1987 arbeitete sie als freie Publizistin und hat zahlreiche Fachtexte zur Kunst in Katalogen und Magazinen veröffentlicht. Seit 1989 ist sie Mitarbeiterin der Zeitschrift Kunstbeeld. Von 1998-2002 war Saskia Monshouwer für die Gate Foundation in Amsterdam tätig, die sich vor allem außereuropäischen Kulturen und der Migrationsthematik widmet. Von 2003 bis 2005 untersuchte sie Entwicklungen holländischer Druckgrafik im Auftrag des Grafischen Ateliers Utrecht. Als freie Kuratorin konzipiert und realisiert Saskia Monshouwer regelmäßig Ausstellungen. Mit dem Start der Monshouereditions 2001 gilt ihr Interesse vor allem der Suche nach alternativen Ausstellungsmodellen.