Kopfgrafik Archiv Publikum und Jugend

Archiv Publikum und Jugend

Oktober 04 bis Mai 05 Jugendlichen Workshop RealSchau in Zusammenarbeit mit den Künstlern mit Boris Irmscher und Eva-Maria Kollischan

6.-7.10.05 Kinder Workshop Bude mit den Künstlern Robbie Driessen und Henrik Kröner

10.-14.10.05 Jugendlichen Workshop Graffiti in Zusammenarbeit mit den Künstlern Kallin Lindena und Jenny Krist 

5.2.06 Filmvorführung von Astrid Sourkova im Schloss

25.2.06 Filmvorführung von Astrid Sourkova im Schloss

12.4.06, 19.30 Uhr "Das Cabinet des Dr. Caligari" (1920, Regie Robert Wiene) Filmvorführung von Astrid Sourkova in Schloss Ringenberg

21.4.06 Kinderworkshop: "Brokkoli-Wälder an Aspik-Seen" (8 bis 11 Jahre)

23.6. bis 25.6.06 Videoworkshop für Jugendliche mit Ansgar Bott und Tristan Sommer (King Cerberus Films) anlässlich der Ausstellung "mindscrapers" 

30.6.06 "Sommerfest", <gap> Kuratorenprojekt in Zusammenarbeit mit dem Fashion Institute Arnhem auf Schloss Diersfordt (Wesel)

28.5. bis bis 30. 7.06 Ausstellung mindscrapers Schloss Ringenberg. Schloss Ringenberg. Neben Arbeiten von Claus Richter und  Roger Cremers wird eine Gruppe junger Fanfilmer ein Projekt präsentieren.

13.8.06  Konzert im Schloss: "Les goutd Réunis" - Musik von beiden Enden der Welt; Kammermusik von Benedetto Marcello, Francesco Marcello, Anne-Danican Philidor und Francois Couperin

9.9.06 "Worldwide in Arnhem", <gap> Kuratorenprojet: Einladung zur Bustour zu ausgesuchten Orten in Kooperation mit dem MvMK Arnhem anlässlich der Ausstellung "World Unlimited"

5.10.06 Filmabend im Schloss Ringenberg, Astrid Sourkova zeigt im kleinen Saal: Anrdrej Rubljow, ein Film über die Lebensgeschichte des russischen Ikonenmalers (14./15. Jh.); Regie: Andrej Tarkowskij (1966/69), 185 min

15.10.06 Konzert im Schloss, in Zusammenarbeit mit dem "Niederrheinischen Musikherbst 2006": "Joyssance  vous donneray" - Arianna Savall und Il Desiderio, Chansons und Madrigale des 16. und 17. Jh. über Liebe, Trauer und Sehnsucht

3.11.06 Präsentation der Ergebnisse des Projektes "bäume wurzeln - bäume erzählen" zur Luftlandung der Alliierten in Hamminkeln 1945. Die Ringeberg Stipendiaten Tobias Hantmann und Alexandra Gaul erarbeiteten Installationen auf dem Gelände der Luftlandung mit den Schülern der Klasse 9a der Heinrich-Meyers-Hauptschule.

12.11.06 Publikumsexkursion zur Quadrinale nach Düsseldorf (Caravaggio, Bacon, Munoz)

13. bis 15.12.06  Filmprogramm von Astrid Sourkova im Schloss Ringenberg (Programm als PDF): 13.12. ab 18h: Ran, Japan 1985; 14.12. ab 18h: Weltbühne Berlin / Die Zwanziger Jahre, Deutschland 1986; ab 20h: Die PAssion der Jeanne D'Arc, Frankreich 1928; 15.12. ab 18h: First Contact, 1930; ab 20h: Storm over Asia / Der Nachkomme des Dschingis Kahn UdSSR 1928 

11.2. bis 25.3.07 Ausstellung "Familienschätze vom Niederrhein" in Schloss Ringenberg (Einladung pdf); Führungen durch die Ausstellung: 17.2., 3.3. und 17.3. jeweils 14 Uhr (Pressetext pdf)

12.6.07 Kinderworkshop "Turmbau" gemeinsam mit den Stipendiaten Katrin Sehl und Ben Kruisdijk anlässlich der Ausstellung "stay tuned" (Pressetext pdf)

28.06.07 Publikumsexkursion zur Fashion Show / Mode Biennale Arnhem

22.7.07 Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung "Steps & Stairs", im Museum het Valkhof, Nijmegen (Beginn 14h) (Einladung pdf

13.9.07 Besuch von Schülern der Heinrich-Meyers-Hauptschule Hamminkeln in der Ausstellung "made in ..." zur Vorbereitung des Kostüm Workshops am 22./23.9.07

22./23.9.07 Kinder-/Jugendlichen Workshop mit Claus Richter und Conny Kuilboer zum Thema "Superhelden"

23.10.07 Schüler der Klasse 9b der Heinrich-Meyers-Hauptschule Hamminkeln zerlegen die Arbeit von Misha Stroj der Ausstellung "made in ..."

25.10.07 Wo ist der Ort der Kunst? Künstlerische Strategien im Außenraum; Themenabend zur Ausstellung "made in ..." in der Städtischen Galerie im Park Viersen um 19h mit den Künstlern Manuel Franke und Helmut Dick sowie den Kuratoren Gudrun Bott und Marcus Lütkemeyer 

28.2.08 Exkursion mit der Filmklasse und Lehrern der ArtEZ Arnhem zu ausgesuchten Orten der Route Industriekultur im nördlichen Ruhrgebiet

6.5.08 Schülerexkursion zum Kröller-Müller Museum anlässlich der Ausstellung "the place to be"

13.11.08 Schloss Ringenberg beim WG Abend im Malkasten Düsseldorf

13.2.09 simulations - Die Medienkunst-Plattform globalscreen zu Gast im Schloss Ringenberg; Video-Projektionen von 26 internationalen Medienkünstlern und eine Video-Installation von Judith Nothnagel; Beginn 19h; Einführung: Hubert Baumann  (Einladungskarte pdf)

RealSchau betitelt eine Kooperation des Schloss Ringenberg mit der Heinrich-Meyers-Realschule in Hamminkeln. Ab Oktober 2004 haben die Schüler des Kunstkurses der 10. Klasse gemeinsam mit Lehrern und unter fachlicher "Anleitung" der Künstler Boris Irmscher und Eva-Maria Kollischan das Projektthema „Kunst im öffentlichen Raum“ erarbeitet. Ziel war die bildhaften Überführung der Ergebnisse in den Stadtraum im Sinne einer Ausstellung, also eine Ausweitung des kreativen Aktionsradius der Jugendlichen über den schulischen Kontext hinaus, die dann am 13. Mai in Hamminkeln eröffnet wurde. Mit einer „kreativen Hausbesetzung“ praktizieren Schule, Atelierzentrum und Unternehmen modellhaft eine neue Form der Kooperation, bei der Schaufenster der Firma Bückmann und das Ladenlokal von Herrn Klapperich zu öffentlichen Vitrinen umgenutzt wurden. Vorangegangen war die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit zeitgenössischen künstlerischen Strategien, eingeleitet durch eines Tagesexkursion zu den Projekten der Ausstellung „HomeLessHome“ in Hamminkeln und Nijmegen. Zudem eröffnete der Besuch der Stipendiatenausstellung 2004 im Schloss Ringenberg und das Zusammentreffen mit den Künstlern vor Ort konkrete Einblicke in raum-installative, bildhauerische Verfahren, deren Ausweitung auf den öffentlichen Raum durch die Vorführung exemplarischer Videos im Kunstunterricht vertieft wurde.
Vom 10. bis 14. Oktober 2005 wurde im Schloss Ringenberg ein Graffiti-Workshop für Jugendliche organisiert, das von den Künstlerinnen Kalin Lindena und Jenny Krist betreut wurde. Graffiti zielte auf die kreativen Potentiale der Jugendlichen, die unter künstlerischer Anleitung geschärft, mit der individuellen Erfahrungswelt in spielerischen Austausch gebracht und letztlich in eigenständige, bildhafte Formulierungen übersetzt werden sollten. Im Anschluss wurden die im Schloss entstandenen Entwürfe in einer mehrtägigen Aktion auf die 36 Meter lange Wandfläche im Wohnprojekt „Zur Alten Schule“ in Mehrhoog im Sinne eines gemeinschaftlichen Graffiti "All-Ower" übertragen. Graffiti führte bei den Beteiligten, Verantwortlichen und Anwohnern zu einer positiven Resonanz und arbeitete dem plakativen Vorwurf der "Schmiererei" entgegen. Aus dem Projekt erwuchs der Wunsch einer breiteren und anhaltenden Diskussion zwischen städtischen Entscheidungsträgern und Jugendlichen über das Erscheinungsbild öffentlicher Areale, die zunehmend kommerziell kontaminiert sind und kaum tatsächliche Freiräume kreativer Gestaltung für Jugendliche bieten.
Ausgehend von der Ausstellung "Dirty Denim" im Schloss Ringenberg richtete sich der Kinderworkshop Hausbau an die kreativen Gestaltungspotentiale von Kindern im öffentlichen Raum, mit dem Ziel phantastische und ungewöhnliche kindliche Vorstellungen von lebensweltlichen Kategorien wie Architektur und Wohnen in eine skulpturale Struktur umzusetzen. Dabei sollte es nicht um die Realisierung eines dauerhaften Bauwerks gehen, sondern eher um die Möglichkeit, Gedankengebäuden und Traumwelten kurzfristig einen konkreten Ort zu geben. Gemeinsam mit den niederländischen Künstlern Robbie Driessen und Henrik Kröner entstand im Park hinter dem Schloss ein Haus aus Fund- und Suchstücken, das bis zu seinem gemeinschaftlichen "Abriss" wochenlang als begehrte Spielstätte von den Kindern der Umgebung aufgesucht wurde.

DIRTY DENIM widmet sich zeitgenössischen Sehnsuchtsmomenten, vor dem Hintergrund der Erfahrung einer vielschichtigen, nicht zuletzt desillusionierenden Wirklichkeit - eine Fragestellung, die ebenso konkret wie assoziativ offen vom Amsterdamer Zeichner Marijn Akkermans und vom Düsseldorfer Bildhauer René Zeh mit neuen Arbeiten in einer dialogischen Ausstellungssituation verhandelt wird.

Marijn Akkermans erstellt großformative, figurative Zeichnungen, deren Darstellungen von gewalttätig-dramatische Vorgängen zeugen, gleichwohl die Gesichtsausdrücke der Figuren eher sonderbar entrückt und ihre Posen nahezu manieriert theatral wirken. Scheinen die Rollen auf den ersten Blick eindeutig definiert, so lässt die kaum entwirrbare körperliche Verschränkung der Figuren ihre mehrdeutige Anlage bereits ahnen. Denn komplexe Abhängigkeitsverhältnisse und schwimmende Identitäten schaffen ein surreales Geflecht der Körper und Emotionen. Gleichzeitig nah und fern - zu nah um unvertraut, zu fern um wahr zu sein - geht von den Bildern eine emotionale Ergriffenheit aus, die länger als die eigentliche Betrachtung dauert. So hallt die anfängliche Irritation als das Echo verloren geglaubter, kostbarer Gefühle nach – etwa das ambivalente Erlebnis kindlichen Verunsicherung auf dem Weg spielerischer Selbstfindung.

René Zeh baut aus Fund- und Suchstücken sowie aus Zitaten des Alltagsleben, der Kunst-, Design- und Werbewelt raumgreifende Architekturinstallationen, die modellhaft das menschliche Grundbedürfnis individueller Verortung erproben - ganz köperhaft, Fragen des Wohnens und Reisens betreffend, aber auch intellektuell-mental, sich aus sozial-kulturellen Kontexten rekrutierend. Ausgehend von den assoziativen Potentialen der Werkstoffe zappen die Arbeiten durch hybride, divergente Vorstellungsräume - durch räumliche Versuchsanordnungen, die, ob begehbar oder miniaturisiert, wenig heimelig daherkommen, obwohl sie aus den Bausteinen kollektiver Erlebniswelt erstellt wurden. Was entsteht, sind keine utopischen Weltanordnungen, sondern vielmehr lustvolle (Kultur-)Robinsonaden, deren (un-)romantisch-utopisches Potential bereits in der Gegenwart angekommen ist und sich dort im banalen Alltag aufgelöst hat.

In den Gemälden von Boris Irmscher erzeugen die Durchdringung digital konstruierter und malerisch komponierter Räume surreal anmutende Bildwelten, die erstmalig auch eine objekthafte Fortsetzung über die Bildfläche hinaus finden. In seinen Videoarbeiten werden Werkzeuge und Waffen aus Computerspielen zu Zeichengeräten umfunktioniert. Eva-Maria Kollischan findet in ihrer Malerei bildnerische Formulierungen für Zwischenzustände, in denen gegenständliche Erkennbarkeit und offene Assoziationsfelder sich die Balance halten. Darüber hinaus erstellt sie eine Installation aus Klebeband, die – fragil und belastbar wie ein Kokon - an der Decke hängt. Kalin Lindena zeigt eine Ansammlung von Objekten, die in ihrer entrückten Inszenierung in Vitrinen an die Exponate naturkundlicher Museen erinnern. Über die Faszination für das Detail hinaus verbinden sich Fundstücke des Alltags mit Dingen unbekannter Herkunft und handgeschneiderten Bekleidungsstücken zu einer märchenhaft anmutenden Erzählung, die geheimnisvolle Gebrauchszusammenhänge assoziiert und zugleich lustvoll eine Übertragung auf die je eigene Lebenswirklichkeit anregt. Aurelia Mihai befragt in ihren Video- und Fotoarbeiten die verschwindende Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion im Bereich medialer Bilder. Historische Bezüge verweben sich mit Legenden und persönlichen Erinnerungen zu suggestiven Bildern, in denen stets die Reflexion auf mediale Wahrnehmungsbedingungen mitschwingt. Ihr neuer Film „La Blouse Romaine“ entstand in Ringenberg. In den großformatigen, figurativen Arbeiten auf Papier und Stoff von Sjoerd Westbroek verschmelzen Motive aus verschiedenen Kontexten und Erinnerungswelten zu dramatischen, rätselhaften Szenarien. Dabei erzeugen perspektivisch angelegte Linienraster ein kaum zu entwirrendes Gespinst, in das absurd anmutende Figuren Traum- oder Erinnerungsbildern gleich ein- bzw. auftauchen. Derart vermag sich im Wechselsiel von Verflüchtigung und Verfestigung ein Erzählraum zu entwickeln, der nicht zuletzt der jeweiligen Darstellung eine überzeugende Plausibilität verleiht.
RealSchau betitelt eine Kooperation des Schloss Ringenberg mit der Heinrich-Meyers-Realschule in Hamminkeln. Ab Oktober 2004 haben die Schüler des Kunstkurses der 10. Klasse gemeinsam mit Lehrern und unter fachlicher "Anleitung" der Künstler Boris Irmscher und Eva-Maria Kollischan das Projektthema „Kunst im öffentlichen Raum“ erarbeitet. Ziel war die bildhaften Überführung der Ergebnisse in den Stadtraum im Sinne einer Ausstellung, also eine Ausweitung des kreativen Aktionsradius der Jugendlichen über den schulischen Kontext hinaus, die dann am 13. Mai in Hamminkeln eröffnet wurde. Mit einer „kreativen Hausbesetzung“ praktizieren Schule, Atelierzentrum und Unternehmen modellhaft eine neue Form der Kooperation, bei der Schaufenster der Firma Bückmann und das Ladenlokal von Herrn Klapperich zu öffentlichen Vitrinen umgenutzt wurden. Vorangegangen war die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit zeitgenössischen künstlerischen Strategien, eingeleitet durch eines Tagesexkursion zu den Projekten der Ausstellung „HomeLessHome“ in Hamminkeln und Nijmegen. Zudem eröffnete der Besuch der Stipendiatenausstellung 2004 im Schloss Ringenberg und das Zusammentreffen mit den Künstlern vor Ort konkrete Einblicke in raum-installative, bildhauerische Verfahren, deren Ausweitung auf den öffentlichen Raum durch die Vorführung exemplarischer Videos im Kunstunterricht vertieft wurde.
DIRTY DENIM widmet sich zeitgenössischen Sehnsuchtsmomenten, vor dem Hintergrund der Erfahrung einer vielschichtigen, nicht zuletzt desillusionierenden Wirklichkeit - eine Fragestellung, die ebenso konkret wie assoziativ offen vom Amsterdamer Zeichner Marijn Akkermans und vom Düsseldorfer Bildhauer René Zeh mit neuen Arbeiten in einer dialogischen Ausstellungssituation verhandelt wird. Marijn Akkermans erstellt großformative, figurative Zeichnungen, deren Darstellungen von gewalttätig-dramatische Vorgängen zeugen, gleichwohl die Gesichtsausdrücke der Figuren eher sonderbar entrückt und ihre Posen nahezu manieriert theatral wirken. Scheinen die Rollen auf den ersten Blick eindeutig definiert, so lässt die kaum entwirrbare körperliche Verschränkung der Figuren ihre mehrdeutige Anlage bereits ahnen. Denn komplexe Abhängigkeitsverhältnisse und schwimmende Identitäten schaffen ein surreales Geflecht der Körper und Emotionen. Gleichzeitig nah und fern - zu nah um unvertraut, zu fern um wahr zu sein - geht von den Bildern eine emotionale Ergriffenheit aus, die länger als die eigentliche Betrachtung dauert. So hallt die anfängliche Irritation als das Echo verloren geglaubter, kostbarer Gefühle nach – etwa das ambivalente Erlebnis kindlichen Verunsicherung auf dem Weg spielerischer Selbstfindung. René Zeh baut aus Fund- und Suchstücken sowie aus Zitaten des Alltagsleben, der Kunst-, Design- und Werbewelt raumgreifende Architekturinstallationen, die modellhaft das menschliche Grundbedürfnis individueller Verortung erproben - ganz köperhaft, Fragen des Wohnens und Reisens betreffend, aber auch intellektuell-mental, sich aus sozial-kulturellen Kontexten rekrutierend. Ausgehend von den assoziativen Potentialen der Werkstoffe zappen die Arbeiten durch hybride, divergente Vorstellungsräume - durch räumliche Versuchsanordnungen, die, ob begehbar oder miniaturisiert, wenig heimelig daherkommen, obwohl sie aus den Bausteinen kollektiver Erlebniswelt erstellt wurden. Was entsteht, sind keine utopischen Weltanordnungen, sondern vielmehr lustvolle (Kultur-)Robinsonaden, deren (un-)romantisch-utopisches Potential bereits in der Gegenwart angekommen ist und sich dort im banalen Alltag aufgelöst hat.
DIRTY DENIM widmet sich zeitgenössischen Sehnsuchtsmomenten, vor dem Hintergrund der Erfahrung einer vielschichtigen, nicht zuletzt desillusionierenden Wirklichkeit - eine Fragestellung, die ebenso konkret wie assoziativ offen vom Amsterdamer Zeichner Marijn Akkermans und vom Düsseldorfer Bildhauer René Zeh mit neuen Arbeiten in einer dialogischen Ausstellungssituation verhandelt wird. Marijn Akkermans erstellt großformative, figurative Zeichnungen, deren Darstellungen von gewalttätig-dramatische Vorgängen zeugen, gleichwohl die Gesichtsausdrücke der Figuren eher sonderbar entrückt und ihre Posen nahezu manieriert theatral wirken. Scheinen die Rollen auf den ersten Blick eindeutig definiert, so lässt die kaum entwirrbare körperliche Verschränkung der Figuren ihre mehrdeutige Anlage bereits ahnen. Denn komplexe Abhängigkeitsverhältnisse und schwimmende Identitäten schaffen ein surreales Geflecht der Körper und Emotionen. Gleichzeitig nah und fern - zu nah um unvertraut, zu fern um wahr zu sein - geht von den Bildern eine emotionale Ergriffenheit aus, die länger als die eigentliche Betrachtung dauert. So hallt die anfängliche Irritation als das Echo verloren geglaubter, kostbarer Gefühle nach – etwa das ambivalente Erlebnis kindlichen Verunsicherung auf dem Weg spielerischer Selbstfindung. René Zeh baut aus Fund- und Suchstücken sowie aus Zitaten des Alltagsleben, der Kunst-, Design- und Werbewelt raumgreifende Architekturinstallationen, die modellhaft das menschliche Grundbedürfnis individueller Verortung erproben - ganz köperhaft, Fragen des Wohnens und Reisens betreffend, aber auch intellektuell-mental, sich aus sozial-kulturellen Kontexten rekrutierend. Ausgehend von den assoziativen Potentialen der Werkstoffe zappen die Arbeiten durch hybride, divergente Vorstellungsräume - durch räumliche Versuchsanordnungen, die, ob begehbar oder miniaturisiert, wenig heimelig daherkommen, obwohl sie aus den Bausteinen kollektiver Erlebniswelt erstellt wurden. Was entsteht, sind keine utopischen Weltanordnungen, sondern vielmehr lustvolle (Kultur-)Robinsonaden, deren (un-)romantisch-utopisches Potential bereits in der Gegenwart angekommen ist und sich dort im banalen Alltag aufgelöst hat.
Hiermit möchten wir Sie auf folgende Veranstaltung zur Finissage der Ausstellung „Designing Truth“ hinweisen, die am Sonntag, den 25. Juni 2006 stattfinden wird. Die Ausstellung ist ein Beitrag der 29. Duisburger Akzente. Am Nachmittag um 15 Uhr findet ein Kurzvortrag der Initiatoren des Projektes "Back and Forth“ statt. Realisiert wurde eine gleichnamige WAZ Sonderbeilage zur Ausstellung, die künstlerische Beiträge zum Thema „Woran glauben?“beisteuerten. Anliegen war, einen anderen gedanklichen Ausstellungsraum zu finden, der den öffentlichen und den privaten Raum miteinander verbindet und Kunst im alltäglichen Kontext erfahrbar macht. „Was ist der Ort der Kunst?“ fragen die Teilnehmer in einer anschließenden Diskussion angesichts einer zunehmenden Eventkultur und Popularisierung von Inhalten. Wo und wie können neue Vermittlungsstrategien für die Bildende Kunst entwickelt werden? Welche Herausforderungen kommen dabei vor allem den periphereren Orten zu? Für Orte, die nicht unmittelbar auf den Wanderstrecken des Kunstpublikums liegen, ist die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit (z.B. Stichwort Besucherstatistiken) von besonderer Brisanz. Wer ist verantwortlich für das Publikum und wer ist eigentlich das Publikum. Diese Fragen diskutieren Gudrun Bott, Marcus Lütkemeyer, Saskia Monshouwer und Bianca Visser als Vertreterin der „Back & Forth“ ­ Beilage und stellen u.a. Projekte vor, die im Rahmen des euregio-Projektes "gap" im Schloß Ringenberg entwickelt wurden. Die Veranstaltung finden in der Ausstellung im Wilhelm Lehmbruck Museum statt. (Eintritt 4/2 Euro) statt.
mindscrapers setzt nach "Dirty Denim" (Marijn Akkermans/René Zeh) und "Op sherp Gesteld / Brennpunk" (Stephan Keppel/Peter Vos) eine offene Reihe dialogischer Ausstellungssituationen fort, zu denen junge Künstler eingeladen werden, die sich in ihren Arbeiten vielschichtig mit einer spezifischen zeitgenössischen Fragestellung auseinandersetzen. Dabei geht es nicht um die Illustrierung eines Diskurses, sondern um sinnliche künstlerische Produktion. Statt dem Bemühen um universelle Antworten oder vordergründige Lösungen aufzusitzen, versteht sich der Dialog als ein erweitertes Kommunikationskonzept, das den beteiligten Künstlern einen Versuchsraum für ganz konkrete, individuelle Vorgehen erschließt. Damit zielt die Ausstellungssituation auch auf die Neubewertung wesentlicher, im aktuellen Ausstellungsbetrieb zunehmend verschütteter, künstlerischer Kategorien wie Kunstwollen und Faszination. Was entsteht, ist zwar ungerichtet/offen, aber nicht beliebig, sondern setzt ein unverstelltes, lustvoll erlebbares Angebot an die Wahrnehmung/Betrachtung. Die je eigene künstlerische Sprache vermag dabei einen spannungsvollen Imaginations-/Assoziationsraum zu eröffnen und zahlreiche, mitunter widersprüchliche Handlungsoptionen anzuregen. mindscrapers hebt im weitesten Sinne auf die vor allem in der Jugendszene (virtuell) verbreitete Kultur des Slash-Story-Writing ab und befragt deren gestalterischen Potentiale, die sich unerkannt (und häufig unterschätzt) abseits der zumeist politisch kontaminierten Themen so genannter Prime-League-Kultur entfalten. So rankt um die Slash-Stories eine Non-Profit-Bewegung, deren Ausgangspunkt eine zunächst ungebrochene Begeisterung für die medial vermittelten, fiktionalen Mythen der Gegenwart markiert. Gleichzeitig resultiert aus der Anverwandlung dieser Themen, einhergehend mit hohem persönlichen und erfinderisch technischem Einsatz eine zunehmende Professionalisierung, was sich nicht zuletzt auch auf die Lebenssituation der beteiligten und somit mittelbar auf ihre Alltagswelt auswirkt. Neben den Arbeiten der eingeladenen Künstlern: Claus Richter (Frankfurt/M) und Roger Cremers (Amsterdam) wird in einem Ausstellungsraum eine Gruppe junger Fanfilmer ein Projekt realisieren und präsentieren.
mindscrapers setzt nach "Dirty Denim" (Marijn Akkermans/René Zeh) und "Op sherp Gesteld / Brennpunk" (Stephan Keppel/Peter Vos) eine offene Reihe dialogischer Ausstellungssituationen fort, zu denen junge Künstler eingeladen werden, die sich in ihren Arbeiten vielschichtig mit einer spezifischen zeitgenössischen Fragestellung auseinandersetzen. Dabei geht es nicht um die Illustrierung eines Diskurses, sondern um sinnliche künstlerische Produktion. Statt dem Bemühen um universelle Antworten oder vordergründige Lösungen aufzusitzen, versteht sich der Dialog als ein erweitertes Kommunikationskonzept, das den beteiligten Künstlern einen Versuchsraum für ganz konkrete, individuelle Vorgehen erschließt. Damit zielt die Ausstellungssituation auch auf die Neubewertung wesentlicher, im aktuellen Ausstellungsbetrieb zunehmend verschütteter, künstlerischer Kategorien wie Kunstwollen und Faszination. Was entsteht, ist zwar ungerichtet/offen, aber nicht beliebig, sondern setzt ein unverstelltes, lustvoll erlebbares Angebot an die Wahrnehmung/Betrachtung. Die je eigene künstlerische Sprache vermag dabei einen spannungsvollen Imaginations-/Assoziationsraum zu eröffnen und zahlreiche, mitunter widersprüchliche Handlungsoptionen anzuregen. mindscrapers hebt im weitesten Sinne auf die vor allem in der Jugendszene (virtuell) verbreitete Kultur des Slash-Story-Writing ab und befragt deren gestalterischen Potentiale, die sich unerkannt (und häufig unterschätzt) abseits der zumeist politisch kontaminierten Themen so genannter Prime-League-Kultur entfalten. So rankt um die Slash-Stories eine Non-Profit-Bewegung, deren Ausgangspunkt eine zunächst ungebrochene Begeisterung für die medial vermittelten, fiktionalen Mythen der Gegenwart markiert. Gleichzeitig resultiert aus der Anverwandlung dieser Themen, einhergehend mit hohem persönlichen und erfinderisch technischem Einsatz eine zunehmende Professionalisierung, was sich nicht zuletzt auch auf die Lebenssituation der beteiligten und somit mittelbar auf ihre Alltagswelt auswirkt. Neben den Arbeiten der eingeladenen Künstlern: Claus Richter (Frankfurt/M) und Roger Cremers (Amsterdam) wird in einem Ausstellungsraum eine Gruppe junger Fanfilmer ein Projekt realisieren und präsentieren.
Abbildung Jugendlichen-Workshop RealSchau
Jugendlichen-Workshop RealSchau


Abbildung Kinder-Workshop Bude
Kinder-Workshop Bude


Abbildung Jugendlichen-Workshop Graffiti
Jugendlichen-Workshop Graffiti


Abbildung Jugendlichen-Workshop Graffiti
Jugendlichen-Workshop Graffiti


Abbildung Filmvorführung von Astrid Sourkova im Schloss
Filmvorführung von Astrid Sourkova im Schloss


Abbildung Filmvorführung von Astrid Sourkova im Schloss
Filmvorführung von Astrid Sourkova im Schloss


Abbildung Filmvorführung von Astrid Sourkova
Filmvorführung von Astrid Sourkova


Abbildung Mindscrapers, Fanfilmer
Mindscrapers, Fanfilmer


Abbildung Mindscapers, Eröffnung (Fanfilmer)
Mindscapers, Eröffnung (Fanfilmer)


Abbildung Videoworkshop für Jugendliche, Still aus dem 4,5 min. Film
Videoworkshop für Jugendliche, Still aus dem 4,5 min. Film


Abbildung Videoworkshop für Jugendliche, Still aus dem 4,5 min. Film
Videoworkshop für Jugendliche, Still aus dem 4,5 min. Film


Abbildung 16.8.06 Workshop: MIt Wurzeln, in der Ausstellung
16.8.06 Workshop: MIt Wurzeln, in der Ausstellung


Abbildung 9.9.06 <gap> Kuratorenprojekt
9.9.06 Kuratorenprojekt "Worldwide in Arnhem"


Abbildung Filmvorführung Astrid Sourkova im Schloss
Filmvorführung Astrid Sourkova im Schloss


Abbildung 3.11.06 Präsentation des Schüler Projektes Mit Wurzeln
3.11.06 Präsentation des Schüler Projektes Mit Wurzeln


Abbildung 3.11.06 Präsentation des Schüler Projektes Mit Wurzeln
3.11.06 Präsentation des Schüler Projektes Mit Wurzeln


Abbildung 3.11.06 Präsentation des Schüler Projektes Mit Wurzeln
3.11.06 Präsentation des Schüler Projektes Mit Wurzeln


Abbildung 11.2.-25.3.07 Ausstellung Familienschätze vom Niederrhein
11.2.-25.3.07 Ausstellung Familienschätze vom Niederrhein


Abbildung 12.6. Kinderworkshop Turmbau zur Ausstellung stay tuned
12.6. Kinderworkshop Turmbau zur Ausstellung stay tuned


Abbildung 12.6. Kinderworkshop Turmbau zur Ausstellung stay tuned
12.6. Kinderworkshop Turmbau zur Ausstellung stay tuned


Abbildung 12.6. Kinderworkshop Turmbau zur Ausstellung stay tuned
12.6. Kinderworkshop Turmbau zur Ausstellung stay tuned


Abbildung Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem
Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem


Abbildung Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem
Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem


Abbildung Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem
Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem


Abbildung Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem
Publikumsexkursion zur Mode Biennale / Fashion Show Arnhem


Abbildung Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung
Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung "Steps & Stairs"


Abbildung Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung
Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung "Steps & Stairs"


Abbildung Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung
Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung "Steps & Stairs"


Abbildung



Abbildung Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung
Vortrag von Claus Richter: Building Better Worlds, in der Ausstellung "Steps & Stairs"


Abbildung 13.9.07 Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule in der Ausstellung
13.9.07 Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule in der Ausstellung "made in ..."


Abbildung 13.9.07 Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule in der Ausstellung
13.9.07 Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule in der Ausstellung "made in ..."


Abbildung 13.9.07 Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule bei Claus Richter zur Vorbereitung des Kostüm Workshops
13.9.07 Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule bei Claus Richter zur Vorbereitung des Kostüm Workshops


Abbildung 22./23.9. Kinderworkshop Superhelden
22./23.9. Kinderworkshop Superhelden


Abbildung 22./23.9. Kinderworkshop Superhelden
22./23.9. Kinderworkshop Superhelden


Abbildung 22./23.9. Kinderworkshop Superhelden
22./23.9. Kinderworkshop Superhelden


Abbildung 22./23.9. Kinderworkshop Superhelden
22./23.9. Kinderworkshop Superhelden


Abbildung Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj
Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj


Abbildung Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj
Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj


Abbildung Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj
Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj


Abbildung Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj
Schüler zerlegen die Arbeit von Misha Stroj


Abbildung Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein
Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein


Abbildung Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein
Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein


Abbildung Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein
Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein


Abbildung Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein
Exkursion mit Fotostudenten der ArtEZ Arnhem zur Zeche Zollverein


Abbildung Schülerexkursion zur Ausstellung the place to be
Schülerexkursion zur Ausstellung the place to be


Abbildung Schülerexkursion zur Ausstellung the place to be
Schülerexkursion zur Ausstellung the place to be


Abbildung Schülerexkursion zur Ausstellung the place to be
Schülerexkursion zur Ausstellung the place to be


Abbildung Schloss Ringenberg zu Gast in der WG, Malkasten Düsseldorf
Schloss Ringenberg zu Gast in der WG, Malkasten Düsseldorf